Welche Auswirkungen hat die US-Zollpolitik auf die Importe kryogener Geräte im Jahr 2025?

Datum der Veröffentlichung: 2025-07-17

Der Markt für kryogene Quantencomputer, die für die Entwicklung von Quantenprozessoren bei ultraniedrigen Temperaturen unerlässlich sind, wird 2025 aufgrund der US-Zollpolitik mit erheblichen Störungen konfrontiert sein. Ab dem 15. Juli 2025 verändern neue Zölle, darunter ein 50-prozentiger Zoll auf Stahl- und Aluminiumimporte ab dem 4. Juni 2025, die globale Handelsdynamik.

Die USA haben gemäß Abschnitt 232 des Trade Expansion Act einen 50-prozentigen Zoll auf Stahlimporte erhoben, der Komponenten für kryogene Geräte wie Verdünnungskühler betrifft. Ein 25-prozentiger Zoll auf Autoimporte ist in Kraft. Für Länder wie Japan, Korea und andere gelten ab dem 1. August 2025 neue Gegenzölle zwischen 25 und 40 Prozent.

Ein vorgeschlagener 30-prozentiger Zoll auf Importe aus Mexiko und der EU, ebenfalls ab dem 1. August 2025, wird noch verhandelt. Diese Maßnahmen sollen die heimische Industrie schützen, erhöhen aber die Kosten für Importeure und Verbraucher. Eine Studie aus dem Jahr 2025 schätzt, dass sich die durchschnittlichen Haushaltskosten aufgrund dieser Zölle im Jahr 2024 um 2.800 US-Dollar erhöhen werden, was ihre weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen widerspiegelt.

Der Markt für kryogene Geräte für Quantencomputer, der im Jahr 2023 auf 350 Millionen US-Dollar geschätzt wird und bis 2032 voraussichtlich ein Volumen von 1,2 Milliarden US-Dollar erreichen wird, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 14,5 %, steht vor unmittelbaren Herausforderungen. Der 50-prozentige Stahlzoll erhöht die Kosten für importierte Materialien für kryogene Systeme, die für supraleitende Qubits in Quantenprozessoren von Unternehmen wie IBM und Google von entscheidender Bedeutung sind.

Hersteller könnten diese Kosten an die Verbraucher weitergeben und so die Preise für Quantencomputer-Hardware um 3–5 % erhöhen. Alternativ könnten Unternehmen die Kosten absorbieren und so ihre Gewinnmargen drücken. Lieferkettenunterbrechungen sind offensichtlich: Im April 2025 wurde ein deutlicher Rückgang der Seecontainerbuchungen von China in die USA gemeldet, was auf potenzielle Engpässe hindeutet.

Unternehmen im Markt für kryogene Geräte für Quantencomputer passen sich diesen Herausforderungen an. Einige verlagern ihre Aktivitäten auf inländische Lieferanten, unterstützt durch staatliche Anreize. Der Ausbau der Produktionskapazitäten braucht jedoch Zeit. Andere diversifizieren ihre Aktivitäten in zollbefreite Länder wie Vietnam und Indien. Studien prognostizieren, dass regionale Lieferketten bis 2030 50 % des Welthandels ausmachen könnten. Technologien wie KI-gestützte Zolltools unterstützen Unternehmen bei der Optimierung der Compliance und senken so die Kosten um 15 %. Freihandelsabkommen wie das USMCA schaffen Abhilfe und befreien fast die Hälfte der mexikanischen und über ein Drittel der kanadischen Importe von Zöllen.

Vergeltungszölle von Handelspartnern erhöhen die Komplexität. China verhängte im Februar 2025 15 % Zölle auf US-Kohle und 10 % auf Landmaschinen. Die EU und Kanada nehmen US-Exporte wie Maschinen ins Visier, was sich auf die Anwendung kryogener Geräte auswirkt.

Berichte warnen davor, dass der Handel zwischen den USA und China deutlich zurückgehen könnte, da chinesische Waren über Mexiko und Asien umgeleitet werden und die Lieferketten dadurch komplizierter werden. Strengere Ursprungsregeln könnten dies zwar begrenzen, erhöhen aber die Transaktionskosten.

Trotz dieser Herausforderungen bieten sich Chancen für den Markt für kryogene Quantencomputer. Die Inlandsproduktion wächst, angetrieben durch Zollschutzmaßnahmen und die Nachfrage nach Quantencomputern in der Pharma- und Finanzbranche. Innovationen bei energieeffizienten Verdünnungskühlschränken steigern die Leistung und eröffnen neue Anwendungsmöglichkeiten. Unternehmen, die Technologie und regionale Handelsabkommen nutzen, können Kosten senken. Dennoch besteht weiterhin Unsicherheit, da unklare Zollrahmen die langfristige Planung erschweren, insbesondere für kleine Unternehmen, von denen 30 % Liquiditätsprobleme melden.

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